In den einzelnen Bonitätsklassen sind gegenüber dem Vorjahr erhebliche Veränderungen zu verzeichnen: Mit einer guten und sehr guten Bonität werden nun deutlich weniger Firmen bewertet; eine größere Zahl an Unternehmen wird als risikoreich eingestuft. So nahm der Anteil der Unternehmen mit den Bonitätsnoten gut oder sehr gut von zehn auf 9,1 Prozent ab. Gleichzeitig erhöhte sich der Prozentsatz der Unternehmen, denen nur eine schwache Bonität bescheinigt werden kann. 10,1 Prozent der deutschen Unternehmen sind nun in einer schlechten Bonitätsklasse eingruppiert – gut ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr. Im Baugewerbe und Handel wurden rezessionsbedingte Bonitätsherabstufungen seltener vorgenommen als im Verarbeitenden Gewerbe. Allerdings bleiben diese Wirtschaftsbereiche gleichwohl mit strukturellen Risiken behaftet, wie Eigenkapitalknappheit und niedrigen Gewinnmargen.